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Browser-Hijacking

Das Entführen (=Hijacking) auf nicht gewünschte Internetseiten ist nicht neu. Die erste Form des Hijacking's auf die Seiten von 'Coolwebsearch' wurde bereits im Mai 2003 entdeckt. Seitdem sind eine Vielzahl von Varianten hinzugekommen. Durch das Browser-Hijacking werden die Einstellungen des Internet Explorers so verändert, dass beim Start des Browsers unerwünschte Seiten angezeigt werden bzw. eingegebene Adressen auf andere Seiten umgeleitet werden. Auch die Favoriten (vom Benutzer angelegte Bookmarks) werden ergänzt oder mitunter sogar verändert. Teilweise kommt es vor, dass bestimmte Seiten plötzlich überhaupt nicht mehr erreicht werden können.

Beim Hijacking werden hauptsächlich bestehende Sicherheitslücken im Microsoft Internet Explorer genutzt. Hierzu zählen insbesondere Aktive Inhalte (Javascript, Java Virtual Machine und ActiveX-Komponenten). Neben der grundsätzlichen Fehlerbehaftung des Internet Explorers sind falsche, bzw. zu schwache Sicherheitseinstellungen in den Internetoptionen der Hauptgrund für die Ausführung dieser Schadprogramme. Aber auch die mangelhafte Pflege des Browsers öffnet den Schädlingen immer neue Einfallsmöglichkeiten; die wenigsten Anwender aktualisieren regelmäßig Ihr System mit den von Microsoft bereitgestellten Patches und Updates. Hijacking ist zwar auch bei anderen Browsern wie z. B. Mozilla Firefox grundsätzlich möglich, es bedarf aber -im Gegensatz zum Internet Explorer- der aktiven "Unterstützung" durch den Surfer. Hier ist das gewollte Herunterladen und Installieren einer schädlichen Browsererweiterung (auch als PlugIn bekannt) erforderlich. Eine verborgene Installation aufgrund zu schwacher Sicherheitseinstellungen ist hier nicht möglich.

Bei den meisten Hijacker-Varianten werden eine Reihe von Schlüsseln bzw. Werten in der Windows-Registrierung (Registry) geändert, die das Verhalten des Internet Explorers nachhaltig ändern. Neben den Änderungen im Internet Explorer wird häufig auch ein Trojaner installiert. Dieses sorgt dafür, dass die Veränderungen vom Anwender nicht ohne weiteres wieder rückgängig gemacht werden können. Änderungen, die der Anwender zurückstellt, sind nach einem Reboot des Systems wieder vorhanden. Ein anderer Trick der Browser-Hijacker ist es, sich bzw. die entführten Seiten in die Zone Vertrauenswürdigen Seiten des Internet Explorers zu legen. Hierdurch werden die Sicherheitseinstellungen der Zone Internet ausgehebelt, Javascript und ActiveX können ausgeführt werden, obwohl die Zoneneinstellungen korrekt sind. Ein weiterer möglicher unerwünschter Eingriff ist das Anlegen eines neuen Browser Helper Objects. Hierbei handelt es sich um ausführbare Programme die die Funktionen des Internet Explorers erweitern. Mit dem BHO des Adobe Acrobat Readers ist der Internet Explorer zum Beispiel in der Lage, PDF-Dokumente direkt im Browserfenster anzuzeigen. Browser-Hijacker verwenden BHO's, um Internet-Anfragen auf eigene Seiten umzulenken.

Einige Tipps zur Vorbeugung finden Sie in Kürze auf diesen Seiten!


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