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Pishing


Die Gefahr kommt via Mail: Pishing - gefährlicher Passwortklau


Es vergeht bald kein Tag mehr, an der uns nicht eine oder mehrere gefälschte E-Mails erreichen, in denen Betrüger sich als Bank ausgeben, die von ihren Kunden "sicherheitshalber" die Zugangsdaten haben möchte oder in denen wir aufgefordert werden, dringend die schon praktischerweise als Link eingefügte Webseite der Bank zu besuchen.
Und was man eigentlich nicht glauben möchte: Es fallen Tausende darauf herein! Und das obwohl nicht nur im Internet selbst sondern auch in Rundfunk und Tagespresse wiederholt auf die Gefahren dieser Betrugsmasche hingewiesen wird.
Dabei droht dem Verbraucher großes Ungemach, wenn er in die Falle der Internetbetrüger tappt:
Es kann ihm passieren, dass sein Konto soweit leergeräumt wird, wie es der jeweilige Kreditrahmen zuläßt. Die Gefahr ist also groß. Und Phishing betrifft nicht nur Kunden von Online-Banking, sondern inzwischen auch Nutzer von Internet-Geschäften und -Auktionen.

Die Masche dahinter: gefälschte Emails scheinbar bekannter und vertrauter Absender


Ein wesentlicher Bestandteil für erfolgreiches Phishing ist das Versenden von gefälschten E-Mails. Hierbei werden Namen und Adresse von vertrauenswürdigen Absendern vorgegeben. Fatal: der Empfänger sieht auf den ersten Blick nicht, dass es sich um einen gefälschten Absender handelt. Dies führt dazu, dass der Empfänger glaubt, die E-Mail komme tatsächlich von seiner Bank oder von einer bekannten Quelle. Die meisten Internet-Nutzer sind sich nicht im Klaren darüber, dass der Absender einer E-Mail ebenso einfach gefälscht werden kann, wie der Absender eines ganz normalen Briefes. "Aber das Fälschen von Mailadressen ist strafbar!" höre ich den einen oder anderen nun sagen. Das ist richtig, aber dazu muß man den Fälscher erst einmal erwischen.
In der Praxis ist das Fälschen von Namen und Absenderadressen tatsächlich kein großer Aufwand für den Betrüger, er muß nicht einmal allzu großes technisches Know-How mitbringen. Das Installieren eines Emailservers und die Angabe der falschen Domain (das ist dann der Teil einer Emailadresse hinter dem "@" z.B. sparkasse.de) dauert nur einige Augenblicke und ein paar Mausklicks. Noch eine kleine Internetseite gebaut, welche sehr vertrauenswürdig aussieht und vielleicht sogar das gleiche Design hat wie die Seiten bekannter Banken und ein kleines Skript zum Erfassen der Eingaben und das war die ganze Arbeit. Schon kann das föhliche Versenden von Emails beginnen und wenn nur jeder hundertste darauf reinfällt, lohnt sich der Aufwand. Nach aktuellen Studien fällt jedoch jeder zehnte auf Pishing herein, der weltweite Schaden beläuft sich auf aktuell auf geschätzte 500 Millionen Dollar im Jahr (Studie der Nonprofit-Datenschutz Organisation Trust); durchschnittlich wurden die einzelnen Betroffenen um rund 115 Dollar betrogen ...

Der beste Schutz: gesundes Mißtrauen


Wie so oft gilt auch hier: nicht immer alles glauben, was Ihnen ins Haus flattert. Wenn Sie einige Grundregeln beachten, reduzieren Sie die Gefahr, betrogen zu werden:
  • KEINE Bank und kein Kredit- oder Kreditkarteninstitut verlangt von seiner Kundschaft, über einen Link in einer E-Mail auf die Webseiten zu gehen. Im Gegenteil: die Empfehlung der Unternehmen lautet stattdessen, immer über selbst erstellte Links oder noch besser durch manuelle Eingabe der Internetadresse auf die Homepage des Unternehmens und von dort zur Login-Seite zu kommen.
  • Klicken Sie NIE einen Link in einer derartigen E-Mail an, denn möglicherweise gelangen Sie auf eine Seite, die Ihren Rechner mit Spyware verseucht, die dann die Daten an die Betrüger sendet. Gefälschte und ähnlich lautende Zieladressen (obwohl inzwischen die meisten dieser Seiten gesperrt wurden) werden ebenfalls gerne genutzt.
  • Auch wichtig, wenn auch nicht direkt ein Onlinethema:
    AUF KEINEN FALL werden am Telefon oder per E-Mail TANs oder PINs abgefragt, die kennen nicht einmal die Mitarbeiter der Bank, denn sie werden per Zufall erzeugt und Ihnen - per Post - zugesandt

Die gefälschten Seiten werden täglich mehr


Neuesten Berichten der Anti-Phising Working Group (APWG) zufolge nimmt die Anzahl an gefälschten Seiten stetig zu. So wurden im Dezember 2005 von der APWG unglaubliche 7197 gefälschte Websites erfasst – das sind rund 55 Prozent mehr im Vergleich zum Vormonat! Und das, obwohl im gleichen Zeitraum das Gesamtaufkommen an Phishing-E-Mails gesunken ist. Schuld daran sind verfügbare Baukastensysteme, sog. „Phishing Kits“, mit deren Hilfe es einfach möglich ist, Phishing-Seiten zu erstellen. Den gleichen Effekt – nämlich einen sprunghaften Anstieg an Computerschädlingen – gab es, als ähnliche Baukastensysteme zum Bau von Würmern im Internet kursierten.

Weitere Infos zu diesem Thema finden Sie hier:
Anti-Phishing Working Group
Diese Organisation führt eine aktuelle Liste der gegenwärtigen Tricks und Betrügereien.

Polizei-Beratungsseiten
Informationen der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes





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